Archiv des Autors: Natalie Plhak

Weibliche Genitalverstümmelung und ihre Gegner und Gegnerinnen – Bachelorarbeit von Ines Müller – 2020

4. November 2020

Diese Arbeit setzt sich mit dem Thema der weiblichen Genitalbeschneidung und ihren Gegnern und Gegnerinnen auseinander.
In Österreich gibt es verschiedene Organisationen, Initiativen oder Personen, die sich gegen diese Praktik einsetzen, sowohl im Inland, als auch im Ausland. Durch Interviews mit den jeweiligen Organisationen und Personen geht diese Arbeit der Frage nach, welche Motivationen und Einstellungen österreichische Projekte und Initiativen gegen die weibliche Genitalbeschneidung anführen. Hier geht es zur gesamten Bachelorarbeit von Ines Müller.

Auswirkungen der Corona Krise auf FGM

21. April 2020

Diese technische Mitteilung von UNICEF beleuchtet, welche Auswirkungen Ausgangsbeschränkungen, Schulschließungen und soziale Isolation auf Mädchen und Jugendliche haben.

UNICEF warnt, dass Mädchen von der Krise besonders betroffen sind. Schulbildung fällt aus und die Gefahr einer Zwangsverheiratung steigt. Die Erfahrungen aus der Ebola Krise in Westafrika zeigen, dass FGM während der Krise ausgesetzt wurde. Ob es gelingen kann, ein mögliches Unterbrechen der schädlichen Tradition auf Dauer zu erreichen?

Das Kinderhilfswerk empfiehlt Hilfsprogramme auf den Kinderechten zu basieren, für soziale Schutzsysteme zu werben und besonderen Schutz für vulnerable Gruppen bereit zu stellen.

Hier geht es zur technischen Mitteilung.

FEMALE GENITAL MUTILATION/CUTTING: A CALL FOR A GLOBAL RESPONSE

18. März 2020

Das End FGM European Network hat in einer neuen Veröffentlichung die beinahe welteite Verbreitung von FGM in vier Kategorien erfasst: 1) Länder mit Daten nationaler Behörden, 2) Länder mit indirekten Schätzungen zu FGM, 3) Länder mit kleinen Studien und 4) Länder, in denen es Anektoten und Medienberichte über das Praktizieren von FGM gibt. Hier geht es zur Studie.

Pressekonferenz “Prävention von FGM und e-Learning der Stadt Wien”

4. Februar 2020

Derzeit gibt es keine seriöse Daten zur Prävalenz von FGM in Österreich. Die einzige publizierte Zahl für Österreich stammt aus dem Jahr 2000. Die Afrikanische Frauenorganisation veröffentlichte den Bericht „A study of female genital mutilation in Austria: the use of female genital mutilation (FGM) on migrants in Austria“. Eine zeitgemäße repräsentative Statistik zu FGM in Österreich ist dringend notwendig, um präventiv gegen weibliche Genitalverstümmelung tätig werden zu können.

e-Learning „Weibliche Genitalverstümmelung“ für PädagogInnen

Das e-Learining ist ein elektronisches Fortbildungsprogramm für PädagogInnen (Elementar- und Pflichtschulbereich) zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung (FGM). Zielgruppe sind Personen, die mit Mädchen zwischen 0 und 15 Jahren arbeiten:  in Schule, Kindergarten, Hort und Freizeitbereich. Das e-Learning-Programm liefert folgende Informationen, die abschließend in einem Wissens-Check abgefragt werden.

Das e-Learning ist hier zu finden.

Hier geht es zu gesamten Presseunterlage.

Zwölfjähriges Mädchen starb in Ägypten nach Genitalverstümmelung

31. Januar 2020

Ein zwölfjähriges Mädchen ist in Ägypten an den Folgen einer Genitalverstümmelung gestorben. Die Staatsanwaltschaft habe die Verhaftung des Arztes angeordnet, der das Beschneidungsritual mutmaßlich an dem Mädchen durchgeführt hatte, berichtete die ägyptische Zeitung Al-Ahram. Mehr Infos hier.

Female Genital Mutilation is still practiced around the world

16. September 2019

Die Weltbank hat im September 2019 einen Überblick zu FGM (Was ist FGM? Wo passiert es? Wie alt sind die Mädchen/Frauen?) in den verschieden Ländern der Welt veröffentlicht. Bemerkenswert ist, dass Indonesien nicht mit einem Wort erwähnt wird. Hier geht es zu den Daten.

FGM Country Profiles von UNICEF

11. Februar 2019

UNICEF hat die Daten zu FGM von über 30 Ländern aktulisiert und Länderprofile erstellt. Alle sind auf Englisch hier zu finden.

Erste Verurteilung wegen FGM in Großbritannien

7. Februar 2019

Ein Gericht hat zum ersten Mal in Großbritannien eine Verurteilung wegen weiblicher Genitalverstümmelung ausgesprochen. Eine 37-jährige Frau aus Uganda wurde am Freitag schuldig befunden, ihre damals drei Jahre alte Tochter im Jahr 2017 an ihren Geschlechtsorganen verstümmelt zu haben. Mehr dazu im Standard und im Guardian.

Pressekonferenz: FGM unter medizinischer Aufsicht. Maßnahmen gegen FGM in Äthiopien.

4. Februar 2019

Um gesundheitliches Risiko zu minimieren, wird FGM vor allem in Ägypten, Nigeria und dem Sudan vermehrt unter medizinischer Aufsicht durchgeführt. FGM darf aber gar nicht praktiziert und muss als grobe Menschenrechtsverletzung verhindert und rechtlich verfolgt werden.

FGM unter medizinischer Aufsicht: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert „medicalization“ von FGM als „jeden Umstand, in dem FGM von einer Person aus dem Gesundheitsbereich durchgeführt wird, sei es in einer öffentlichen oder privaten Klinik, zu Hause oder sonst wo“. Die WHO versteht unter medicalization also das Durchführen von FGM unter medizinischer Aufsicht, sprich von ÄrztInnen, KrankenpflegerInnen oder GeburtshelferInnen.

Presseunterlage 1902 stopFGM


A visual Reference and Learning Tool for Health Care Professionals

24. Januar 2019

Die Arizona State University hat ein Learing Tool für Gesundheitspersonal heraus gegeben. Die Broschüre soll bei der Klassifizierung der unterschiedlichen FGM Typen helfen. Hier geht es zum Learning Tool und hier zum Poster. Empfehlungen an die Politik der USA zur besseren Vermeidung von FGM/C sind hier zu finden.

UNICEF-UNFPA Joint Programme on Female Genital Mutilation

12. Dezember 2018

Die Begleitbroschüre zu “How to Transform a Social Norm” beschreibt die wichtigsten Ergebnisse der Phase II des Programms von UNICEF und UNFPA (2014-2017). Die Broschüre “Performance Analysis for Phase II” analysiert die quantitativen Fortschritte und verweist auf die positiven Ergebnisse, die das Programm bei der Mobilisierung der Unterstützung für die Beseitigung von Genitalverstümmelung erzielt hat: Mehr als 24,6 Millionen Menschen gaben öffentliche Erklärungen zur Aufgabe von Genitalverstümmelungen ab, etwa 3,3 Millionen Frauen und Mädchen nutzten Präventions-, Schutz- und Betreuungsdienste in 16 Ländern, und in 13 Ländern gibt es Gesetze, die Genitalverstümmelung verbieten, wobei ähnliche Gesetze in drei weiteren Ländern noch ausstehen. Diese Fortschritte verdeutlichen die Nachhaltigkeit der Maßnahmen des Programms.

Download Performance Analysis

How to Transform a Social Norm UNICEF-UNFPA Joint Programme on Female Genital Mutilation

Das gemeinsame Programm von UNICEF und UNFPA ist das größte globale Programm zur Bekämpfung von weiblicher Genitalverstümmelung: Die Bekämpfung von FGM spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung des Ziels der nachhaltigen Entwicklung 5.3, das die Beseitigung aller schädlichen Praktiken gegen Frauen und Mädchen bis 2030 fordert. Der Bericht “How to Transform a Social Norm” bietet eine Reflexion über den Prozess des Wandels während der Phase II (2014-2017) des UNFPA-UNICEF Joint Programme on Female Genital Mutilation.Der erste Teil des Berichts befasst sich mit den Herausforderungen, Komplexitäten und Strategien des Programms, das mit Hilfe der Linse der sozialen Norm hinterfragt, wie die Praxis trotz der körperlichen und emotionalen Narben, die sie bei Mädchen und Frauen hinterlässt, bestehen bleibt. Der zweite Teil ist eine Fallstudie darüber, wie die Strategien des Programms in Nigeria umgesetzt wurden, einem Land, in dem bis 2030 etwa 10 Millionen Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht sind.

Download des Berichtes

Vorwissenschaftliche Arbeit zu FGM

5. Juni 2018

Die Schülerin Bianca Rauch hat sich in ihrer Vorwissenschaftlichen Arbeit dem Thema “Menschenrechtsverletzungen in Somalia mit besonderer Berücksichtigung der weiblichen Beschneidung” beschäftigt. Die Arbeit war auf der Shorlist für den C3 Award 2018.

Die Arbeit setzt sich im Kontext der vor 70 Jahren verabschiedeten, universellen Erklärung der
Menschenrechte auseinander und skizziert deren historische Entwicklung und Weiterentwicklung in der Banjul-Charta, die für afrikanische Menschenrechtssysteme heute Gültigkeit besitzt. Kern der Arbeit bilden Menschenrechtsverstöße in Somalia, die anhand von konkreten Verletzungen durch Geheimdienst NISA, Terrormiliz Al-Shabaab oder Regierung behandelt werden. In einem eigenen Kapitel geht die Autorin auf die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung, ihre historische Entwicklung, Verbreitung und Folgen sowie
strafrechtliche Verfolgung ein, die sie vor dem Hintergrund der Banjul-Charta als Menschenrechtsverletzung einstuft.

Hier die gesamte Arbeit: BiancaRauchVWA

Eigene Ambulanz für beschnittene Frauen in Wien

6. Februar 2018

Beschneidungen sind in Österreich verboten, werden aber trotzdem praktiziert, mahnen Experten und fordern mehr Aufklärungsarbeit.

Ein Kurier Artikel informiert über die FGM Ambulanz in der Wiener Rudolfstiftung. Hier der Link zum Artikel.


Pressekonferenz – FGM: globales Problem – Maßnahmen in Österreich

1. Februar 2018

FGM ist eine Menschenrechtsverletzung, von der Mädchen und Frauen weltweit betroffen sind. Mindestens 200 Millionen Mädchen und Frauen in 30 Ländern wurden dieser Praxis unterzogen. Mehr als die Hälfte von ihnen leben in nur drei Ländern: Indonesien, Ägypten und Äthiopien.  44 Millionen der Betroffenen sind Mädchen unter 15 Jahren.

Der erste GREVIO Bericht, der das Einhalten der Istanbul Konvention überprüft, fordert die österreichische Regierung auf, alle Formen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen bestmöglich zu vermeiden. Unter anderem enthält der GREVIO Bericht zahlreiche Empfehlungen zu FGM: So soll es mehr Mittel für spezialisierte Einrichtungen geben, Gesundheitspersonal und Exekutivbeamte sollen gezielte Weiterbildung erhalten, Daten über die Prävalenz von FGM in Österreich sollen erhoben werden und Opfer sollen im gesamten Bundesgebiet spezialisierte Unterstützung erhalten, nicht nur in Wien, wie es aktuell der Fall ist.

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Pressekonferenz “Österreichische Aktivitäten gegen FGM”

2. Februar 2017

Anlässlich des internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) am 6. Februar verlieh Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, dem Wunsch nach verstärktem Engagement von Seiten Österreichs gegen diese Praxis Ausdruck. „In zwei von vier afrikanischen Schwerpunktländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, konkret in Äthiopien und Burkina Faso, wird Genitalverstümmelung massiv praktiziert. Österreich darf nicht zusehen, sondern muss aktiv Energie und Gelder aufwenden, um seinen Anteil im Kampf gegen diese Praxis zu leisten“, erklärt Bayr und appelliert an die Austrian Development Agency (ADA), in dieser Frage stärker aktiv zu werden.

Hilde Wolf vom FEM Süd gab einen Überblick über die Arbeit der Frauengesundheitsorganisation zur Prävention und Behandlung von FGM.

Gesamte Presseunterlage 1702_pk_stopFGM_online

Neue Daten von UNICEF – 200 Millionen Betroffene weltweit

5. Februar 2016

UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, veröffentlichte heute einen Bericht, der von 200 Millionen betroffen Frauen und Mädchen ausgeht. Die letzten Schätzungen von UNICEF aus dem Jahr 2014 lagen bei 125 Millionen. Neu an diesen Zahlen ist nicht nur, dass die Prognosen von einem weiteren Anstieg ausgehen, der auf das Bevölkerungswachstum in den betroffenen Ländern zurückzuführen ist. Neu ist auch, dass ein asiatisches Land unter den traurigen Top Drei ist…

Link zum Infoblatt von UNICEF

Pressekonferenz “Kunst gegen FGM”

4. Februar 2016

Weltweit verbessert sich die gesetzliche Lage zusehends, um FGM rechtlich zu verbieten. Die Strafen reichen von mindestens sechs Monaten bis maximal lebenslanger Haft. Einige Länder sehen auch Geldstrafen vor. 24 der 54 afrikanischen Staaten haben Gesetze, die FGM untersagen.

Gesamte Presseunterlage 1602_pk_stopFGM_online

Plattformsprecherin Petra Bayr in der Women on Air Radiodiskussion zu geschlechtsspezifischen Fluchtgründen im österreichischen Asylsystem

23. Juli 2015

Die Anerkennung sexualisierter Gewalt als Asylgrund war eine zentrale Forderung der UN-Weltfrauenkonferenz in Peking 1995, die bis jetzt aber von wenigen Staaten umgesetzt wurde. Geschlechtsspezifische Fluchtgründe umfassen aber mehr als sexualisierte Gewalt: Häusliche Gewalt, FGM und Gewalt bzw. Verfolgung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. In der Diskussionsrunde soll es um die Vielfältigkeit geschlechtsspezifischer Fluchtgründe gehen und um ihre Anerkennung im österreichischen Asylsystem.

Mit Katharina Gruber diskutieren Petra Bayr von StopFGM, Judith Ruderstaller von Helping Hands und Noemi und Rosi von der Gruppe Frauenspezifische Fluchtgründe.

Der Beitrag kann auf der Seite von Women on Air nachgehört werden.

Bayr zum internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung: FGM ist eine Menschenrechtsverletzung!

6. Februar 2015

Anlässlich des “International Day of Zero Tolerance to FGM” am 6. Februar lud SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr, Gründerin der Plattform stopFGM.net, mit Angelika Meir, Projektleiterin des Samariterbundes, und Stefan Bartusch, Äthiopienreferent der Hilfsorganisation SONNE-International, heute, Mittwoch, zur Pressekonferenz ein. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit etwa 140 Millionen Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung (female genital mutilation, FGM) betroffen. “FGM ist eine Menschenrechtsverletzung, die nicht religiös begründet ist”, betonte Bayr. FGM passiert auch in Europa – auch in Österreich.

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Pressekonferenz “Aktuelle Aktivitäten in Österreich und Projekte gegen FGM in den betroffenen Ländern”

Weltweit müssen laut Angaben der WHO 140 Millionen Frauen und Mädchen mit den Konsequenzen von weiblicher Genitalverstümmlung (FGM) leben. Um auf die Menschenrechtsverletzung FGM aufmerksam zu machen, wurde am 6. Februar 2003 bei einer Konferenz des Inter African Committee (IAC) der International Day of Zero Tolerance to FGM ausgerufen. Die seit 2003 bestehende Österreichische Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung stopFGM möchte über die unterschiedlichen Aktivitäten gegen FGM im In- und Ausland informieren und so durch Bewusstseinsbildung für das Recht der Menschenwürde von Frauen eintreten.

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»Massive Gewalt durch nichts zu rechtfertigen«

6. Februar 2014

Heute jährt sich zum elften Mal der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung, FGM. SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sagen der Praxis den Kampf an: »Diese massive Gewaltanwendung an Frauen ist weder durch Tradition, Religion, Herkunft oder Kultur zu rechtfertigen.« Heinisch-Hosek zufolge arbeite man »auf Hochtouren« an einem Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen, in dem Maßnahmen gegen FGM veranschlagt werden sollen….

Artikel der KärtnerTageszeitung

Genitalverstümmelung: EU für “Nulltoleranz”

5. Februar 2014

Wien/Brüssel (APA) – Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist laut einer Mitteilung der EU-Kommission vom November 2013 mit rund 500.000 bereits Opfern auch ein Problem in Europa. Die EU will sich für eine weltweite “Nulltoleranz” einsetzen. Die Kommission forderte die EU-Staaten auf, gegen die blutige Praxis vorzugehen, jungen Mädchen die Klitoris zu beschneiden. Am Donnerstag ist der Internationale Tag gegen FGM….

APA-Meldung

Genitalverstümmelung: In Österreich bis zu 8.000 Frauen beschnitten

Wien/Brüssel (APA) – Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist laut einer Mitteilung der EU-Kommission vom November 2013 mit rund 500.000 bereits Opfern auch ein Problem in Europa. Die EU will sich für eine weltweite “Nulltoleranz” einsetzen. Die Kommission forderte die EU-Staaten auf, gegen die blutige Praxis vorzugehen, jungen Mädchen die Klitoris zu beschneiden. Am Donnerstag ist der Internationale Tag gegen FGM.

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Heinisch-Hosek und Bayr präsentieren nächste Schritte im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung

3. Februar 2014

Am 6.Februar 2003 wurde der “International Day of Zero Tolerance to FGM” ausgerufen, der seitdem jährlich auf die schwerwiegenden Folgen von weiblicher Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) aufmerksam macht. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung und Sprecherin der österreichischen Plattform gegen FGM, präsentierten heute, Montag, weitere Schritte im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung: “Ziel muss es sein, immer wieder auf diese massive Menschenrechtsverletzung aufmerksam zu machen. Diese massive Gewaltanwendung an Frauen ist weder durch Tradition, Religion, Herkunft oder Kultur zu rechtfertigen”, so Heinisch-Hosek. Im November 2013 hat sich Österreich durch die Ratifizierung der Europaratskonvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, zu der auch die weibliche Genitalverstümmelung zählt, verpflichtet. ****

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femmes globales: “EU-Maßnahmen im Kampf gegen FGM” – 5. Februar 2014, 18.30 Uhr

 

Mit der Migration ist weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation, FGM) auch in Europa ein Thema geworden. Die EU ist in der Bekämpfung dieser menschenrechtswidrigen und frauenverachtenden Praxis sehr aktiv. EIGE (European Institute for Gender Equality) hat eine umfassende Studie über die Situation in den 28 Mitgliedsstaaten der Union herausgebracht, die Kommission hat kürzlich eine Mitteilung mit einem konkreten Vorschlag für ein Maßnahmenpaket zur Abschaffung von FGM verabschiedet. Diese beiden Dokumente werden an diesem Abend vorgestellt. Anschließend wird über deren Umsetzung, weitere nötige Maßnahmen sowie neue Schritte im Kampf gegen FGM diskutiert.

femmes globales „EU-Maßnahmen im Kampf gegen FGM“
Mittwoch, 5. Februar 2014, 18.30 Uhr, ega:frauen im zentrum

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Themenabend: Stop FGM am 10. Februar der BJV

Weltweit sind Schätzungen zufolge mehr als 120 Millionen Mädchen und Frauen Opfer der weiblichen Genitalverstümmelung (female genital mutilation – FGM). Jährlich sind davon weitere 2 Millionen Mädchen betroffen. FGM gilt als grobe Menschenrechtsverletzung und ist daher in Österreich verboten.
Anlässlich des Internationalen Tages gegen FGM organisiert das Frauenkomitee der BJV am 10. Februar um 18:00 Uhr ein Expertinnengespräch mit Umyma Eljelede vom Frauengesundheitszentrum FEM Süd. Eingeladen sind alle, die Interesse am Thema und an den Maßnahmen gegen FGM in Österreich haben – all genders welcome!

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Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat/Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM)

27. November 2013

UNICEF zufolge leben derzeit mehr als 125 Millionen Frauen weltweit mit den Folgen der Genitalverstümmelung, die in den westlichen, östlichen und nordöstlichen Regionen Afrikas,  einigen Ländern in Asien und im Nahen Osten und weltweit unter den Migrantinnen aus diesen Gebieten am stärksten verbreitet ist. In der EU spricht man in der Regel von 500 000 Opfern.

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Female Genital Mutilation/Cutting: A statistical overview and exploration of the dynamics of change (UNICEF)

24. Juli 2013

According to a recent UNICEF publication at least 125 million girls and women have experienced FGM/C in 29 countries in Africa and the Middle East where the practice is concentrated. Given present trends, as many as 30 million girls under the age of 15 may still be at risk. However, the data shows that FGM/C is becoming less prevalent overall and the younger generation is less vulnerable to the practice. According to UNICEF estimates, on average, 36 per cent of girls aged 15-19 have been cut compared to an estimated 53 per cent of women aged 45-49.

Report

 

Report Female Genital Mutilation in the European Union and Croatia – EIGE (European Institute for Gender Equality)

7. März 2013

This report aims to support policy makers and all relevant institutions by providing them with reliable and comparable data for evidence-based actions and policy improvement in the area of FGM. It also provides recommendations on how to protect girls, women and the European society from this destructive and devastating expression of power, and on how to give sufficient support to the girls and women who have fallen victim to this crime.

Full Report

Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung bleibt Herausforderung

4. Februar 2013

Wien (APA) – Bei einer Pressekonferenz anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung (stopFGM) am Montagvormittag in Wien hat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) betont, wie wichtig es sei, das Thema “aus der Tabuzone” zu holen. Tradition, Religion oder Kultur dürfe niemals als Rechtfertigung für Gewalt herangezogen werden, so die Frauenministerin.

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UN Resolution: Intensifying gobal efforts to eiminate FGM

20. Dezember 2012

The United Nations General Assembly today unanimously passed a resolution banning the practice of Female Genital Mutilation. This significant milestone towards the ending of harmful practices and violations that constitute serious threat to the health of women and girls was taken by the 194 UN Member States, who approved five General Assembly resolutions today on advancing women’s rights, including one on intensifying global efforts for the elimination of female genital mutilations (FGM).

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Kampf gegen FGM mit Information und Vernetzung weiterführen

4. Februar 2011

“Bereits drei wichtige Vorhaben für 2011 hat unsere Plattform geplant”, so Bayr, “um den Kampf gegen FGM (Female Genital Mutilation) in Österreich weiterhin erfolgreich zu führen. Vor allem gilt es, durch Prävention möglichst viele Frauen da vor zu bewahren, ein Leben mit den durch die Verstümmelung verursachten Qualen zu verbringen.

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Stöger und Bayr zu “10 Jahre Kampf gegen FGM in Österreich”

2. Februar 2011

Der Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung in Österreich verläuft erfolgreich, ist aber noch lange nicht zu Ende. Das sagten Gesundheitsminister Alois Stöger und die SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, Petra Bayr, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz anlässlich “10 Jahre Kampf gegen FGM in Österreich” im Museumsquartier.

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Start der europäische Kampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung

18. Februar 2010

Den Startschuss für eine europäische Kampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung (stop Female Genital Mutilation/FGM) hat die Nationalratsabgeordnete Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für Globale Entwicklung, bei einem Festakt am Mittwoch gegeben. “Uns eint alle dasselbe Ziel: Frauen in der ganzen Welt sollen in Würde und selbstbestimmt mit ihrer Sexualität umgehen dürfen”, sagte Bayr laut einer Aussendung. Es gehe um die Vernetzung der Aktivitäten auf europäischer Ebene.

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Bayr: Mailverkehr legt Verdacht auf Genitalverstümmelung in Sopron nahe

8. Februar 2010

“Der Mailverkehr zwischen der recherchierenden Journalistin und dem Beautycenter, der im heutigen profil auszugsweise abgedruckt ist, wirft eindeutig die Frage auf, welcher andere chirurgische, nicht medizinisch gebotene Intimeingriff bei einer Minderjährigen gemeint sein kann, wenn nicht FGM (Female Genital Mutilation). Aus meiner Sicht ist jeder nicht-medizinisch begründete Eingriff im Genitalbereich, der dazu angetan ist, Mädchen und minderjährige junge Frauen durch “Korrekturen an der Klitoris” in der Wahrnehmung ihrer Sexualität zu beeinträchtigen, eine schwere Körperverletzung. Bei einer solchen ist eine Anzeige nicht vonnöten, es ist zu erwarten, dass die Staatsanwaltschaft von sich aus aktiv wird.”

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Ungarische Klinik 2 – Ärztekammer-Präsident fordert Beweis

7. Februar 2010

Die Polizei in der westungarischen Stadt Sopron hat keinerlei Kenntnisse über ein Verfahren gegen eine Schönheitsklinik der Stadt, in der angeblich Genitalverstümmelungen durchgeführt werden sollen. Das berichtet die Ungarische Nachrichtenagentur MTI und bezieht sich auf die Aussage des Polizeioffiziers Gabor Farkas.

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Ungarische Klinik dementierte österreichische Vorwürfe wegen FGM

Eine Schönheitsklinik im westungarischen Sopron weist österreichische Vorwürfe zurück. Denen zufolge sollen in dem grenznahen Spital Genitalverstümmlungen an weiblichen Patienten durchgeführt werden. Krisztina Nemet, Generalkonsulin der ungarischen Botschaft in Wien, übermittelte die Antwort des Soproner Schönheitscenters. Wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Sonntag zitierte, könnte es sich um einen Irrtum handeln, der aus einem “Übersetzungsfehler” auf der Webseite der Schönheitsklinik resultiere.

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Bayr: Genitalverstümmelung wird in Sopron angeboten

Petra Bayr, die Initiatorin der Österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung und entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, kritisiert, dass in Sopron in Ungarn weibliche Genitalverstümmelung als “Schönheitsoperation” angeboten werde. “Weibliche Genitalverstümmelung bekämpfen wir seit Jahren als grausame Menschenrechtsverletzung, die wir aus dem afrikanischen und asiatischen Kulturraum kennen. Aber auch in Europa gibt es derart Unfassbares, wie uns der neueste Skandal aus einem ungarischen ‘Schönheits-Center’ zeigt – einfach ungeheuerlich”, empört sich Bayr in einer Aussendung vom Sonntag.

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Genitalverstümmelung nach wie vor auch Problem in Österreich

4. Februar 2010

Rund 155 Mio. Frauen sind laut der “Österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung” weltweit an ihren Genitalien verstümmelt. Auch in Österreich gibt es dieses Problem nach wie vor, zwischen 6.000 und 8.000 Mädchen und Frauen seien Schätzungen zufolge betroffen, meinte Petra Bayr, SPÖ-Abgeordnete und Mitglied der Plattform, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar. Die Grünen forderten indes Asyl für alle von Genitalverstümmelung bedrohten Frauen.

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Uganda verbietet FGM

4. Januar 2010

Das ugandische Parlament hat letzte Woche einstimmig ein Gesetz beschlossen, das Female Genital Mutilation (FGM) verbietet. Laut “United Press International” werden sich die Strafen für FGM im Rahmen von 10 Jahren Haft bis zu lebenslangenGefängnisstrafen bewegen, letzteres in dem Fall, wenn das beschnitte Mädchen stirbt. Entschieden hat man sich auch dafür,dass die Opfer von FGM künftig eine Entschädigung bekommen sollen.

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17.11.09, Parlamentarische Anfrage zur Einsetzung eines Internationalen Gedenktages gegen weibliche Geninatlverstümmelung – an BM Spindelegger

17. November 2009

Im März 2005 wurde ein 4-Parteien-Antrag im Perlament eingebracht, dem zufolge die damalige Außenministerin ersucht wurde, im Rahmen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen sowie in Zusammenarbeit mit den in erster Linie betroffenen Ländern und den bereits befassten internationalen Organisationen bzw. NRO Initiativen für die Verankerung eines “International Day of Zero Tolerance to FGM”, beispielsweise 6. Februar, aktiv zu unterstützen.

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Iris Gugenberger, Diplomarbeit (Politikwissenschaft): “Weibliche Genitalverstümmelung – Problemlösungsansätze und ihre Realisierung in Österreich” (2009)

6. Februar 2009

Untersuchungsgegenstand ist die Arbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung (oder Female Genital Mutilation (FGM)) in Österreich. Bei dieser handelt es sich nicht um ein Problem, das man auf ferne Gesellschaften ab wälzen kann, denn auch in Österreich sind Fälle von weiblicher Genitalverstümmelung bekannt. Es betrifft (vor allem) Frauen und Mädchen aus Migrant/innen-Gruppen, die aus afrikanischen bzw. asiatischen Ländern stammen, wo diese Praxis in das kulturelle Geschehen traditionell eingebettet ist.

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