Archiv der Kategorie: Grundlagen

Grundlagen und Texte, eigentlich “Quellen”

Weibliche Genitalverstümmelung und ihre Gegner und Gegnerinnen – Bachelorarbeit von Ines Müller – 2020

4. November 2020

Diese Arbeit setzt sich mit dem Thema der weiblichen Genitalbeschneidung und ihren Gegnern und Gegnerinnen auseinander.
In Österreich gibt es verschiedene Organisationen, Initiativen oder Personen, die sich gegen diese Praktik einsetzen, sowohl im Inland, als auch im Ausland. Durch Interviews mit den jeweiligen Organisationen und Personen geht diese Arbeit der Frage nach, welche Motivationen und Einstellungen österreichische Projekte und Initiativen gegen die weibliche Genitalbeschneidung anführen. Hier geht es zur gesamten Bachelorarbeit von Ines Müller.

A visual Reference and Learning Tool for Health Care Professionals

24. Januar 2019

Die Arizona State University hat ein Learing Tool für Gesundheitspersonal heraus gegeben. Die Broschüre soll bei der Klassifizierung der unterschiedlichen FGM Typen helfen. Hier geht es zum Learning Tool und hier zum Poster. Empfehlungen an die Politik der USA zur besseren Vermeidung von FGM/C sind hier zu finden.

UNICEF-UNFPA Joint Programme on Female Genital Mutilation

12. Dezember 2018

Die Begleitbroschüre zu “How to Transform a Social Norm” beschreibt die wichtigsten Ergebnisse der Phase II des Programms von UNICEF und UNFPA (2014-2017). Die Broschüre “Performance Analysis for Phase II” analysiert die quantitativen Fortschritte und verweist auf die positiven Ergebnisse, die das Programm bei der Mobilisierung der Unterstützung für die Beseitigung von Genitalverstümmelung erzielt hat: Mehr als 24,6 Millionen Menschen gaben öffentliche Erklärungen zur Aufgabe von Genitalverstümmelungen ab, etwa 3,3 Millionen Frauen und Mädchen nutzten Präventions-, Schutz- und Betreuungsdienste in 16 Ländern, und in 13 Ländern gibt es Gesetze, die Genitalverstümmelung verbieten, wobei ähnliche Gesetze in drei weiteren Ländern noch ausstehen. Diese Fortschritte verdeutlichen die Nachhaltigkeit der Maßnahmen des Programms.

Download Performance Analysis

How to Transform a Social Norm UNICEF-UNFPA Joint Programme on Female Genital Mutilation

Das gemeinsame Programm von UNICEF und UNFPA ist das größte globale Programm zur Bekämpfung von weiblicher Genitalverstümmelung: Die Bekämpfung von FGM spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung des Ziels der nachhaltigen Entwicklung 5.3, das die Beseitigung aller schädlichen Praktiken gegen Frauen und Mädchen bis 2030 fordert. Der Bericht “How to Transform a Social Norm” bietet eine Reflexion über den Prozess des Wandels während der Phase II (2014-2017) des UNFPA-UNICEF Joint Programme on Female Genital Mutilation.Der erste Teil des Berichts befasst sich mit den Herausforderungen, Komplexitäten und Strategien des Programms, das mit Hilfe der Linse der sozialen Norm hinterfragt, wie die Praxis trotz der körperlichen und emotionalen Narben, die sie bei Mädchen und Frauen hinterlässt, bestehen bleibt. Der zweite Teil ist eine Fallstudie darüber, wie die Strategien des Programms in Nigeria umgesetzt wurden, einem Land, in dem bis 2030 etwa 10 Millionen Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht sind.

Download des Berichtes

Vorwissenschaftliche Arbeit zu FGM

5. Juni 2018

Die Schülerin Bianca Rauch hat sich in ihrer Vorwissenschaftlichen Arbeit dem Thema “Menschenrechtsverletzungen in Somalia mit besonderer Berücksichtigung der weiblichen Beschneidung” beschäftigt. Die Arbeit war auf der Shorlist für den C3 Award 2018.

Die Arbeit setzt sich im Kontext der vor 70 Jahren verabschiedeten, universellen Erklärung der
Menschenrechte auseinander und skizziert deren historische Entwicklung und Weiterentwicklung in der Banjul-Charta, die für afrikanische Menschenrechtssysteme heute Gültigkeit besitzt. Kern der Arbeit bilden Menschenrechtsverstöße in Somalia, die anhand von konkreten Verletzungen durch Geheimdienst NISA, Terrormiliz Al-Shabaab oder Regierung behandelt werden. In einem eigenen Kapitel geht die Autorin auf die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung, ihre historische Entwicklung, Verbreitung und Folgen sowie
strafrechtliche Verfolgung ein, die sie vor dem Hintergrund der Banjul-Charta als Menschenrechtsverletzung einstuft.

Hier die gesamte Arbeit: BiancaRauchVWA

Neue Daten von UNICEF – 200 Millionen Betroffene weltweit

5. Februar 2016

UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, veröffentlichte heute einen Bericht, der von 200 Millionen betroffen Frauen und Mädchen ausgeht. Die letzten Schätzungen von UNICEF aus dem Jahr 2014 lagen bei 125 Millionen. Neu an diesen Zahlen ist nicht nur, dass die Prognosen von einem weiteren Anstieg ausgehen, der auf das Bevölkerungswachstum in den betroffenen Ländern zurückzuführen ist. Neu ist auch, dass ein asiatisches Land unter den traurigen Top Drei ist…

Link zum Infoblatt von UNICEF

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat/Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM)

27. November 2013

UNICEF zufolge leben derzeit mehr als 125 Millionen Frauen weltweit mit den Folgen der Genitalverstümmelung, die in den westlichen, östlichen und nordöstlichen Regionen Afrikas,  einigen Ländern in Asien und im Nahen Osten und weltweit unter den Migrantinnen aus diesen Gebieten am stärksten verbreitet ist. In der EU spricht man in der Regel von 500 000 Opfern.

MEHR…

Female Genital Mutilation/Cutting: A statistical overview and exploration of the dynamics of change (UNICEF)

24. Juli 2013

According to a recent UNICEF publication at least 125 million girls and women have experienced FGM/C in 29 countries in Africa and the Middle East where the practice is concentrated. Given present trends, as many as 30 million girls under the age of 15 may still be at risk. However, the data shows that FGM/C is becoming less prevalent overall and the younger generation is less vulnerable to the practice. According to UNICEF estimates, on average, 36 per cent of girls aged 15-19 have been cut compared to an estimated 53 per cent of women aged 45-49.

Report

 

Report Female Genital Mutilation in the European Union and Croatia – EIGE (European Institute for Gender Equality)

7. März 2013

This report aims to support policy makers and all relevant institutions by providing them with reliable and comparable data for evidence-based actions and policy improvement in the area of FGM. It also provides recommendations on how to protect girls, women and the European society from this destructive and devastating expression of power, and on how to give sufficient support to the girls and women who have fallen victim to this crime.

Full Report

17.11.09, Parlamentarische Anfrage zur Einsetzung eines Internationalen Gedenktages gegen weibliche Geninatlverstümmelung – an BM Spindelegger

17. November 2009

Im März 2005 wurde ein 4-Parteien-Antrag im Perlament eingebracht, dem zufolge die damalige Außenministerin ersucht wurde, im Rahmen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen sowie in Zusammenarbeit mit den in erster Linie betroffenen Ländern und den bereits befassten internationalen Organisationen bzw. NRO Initiativen für die Verankerung eines “International Day of Zero Tolerance to FGM”, beispielsweise 6. Februar, aktiv zu unterstützen.

PDF

Iris Gugenberger, Diplomarbeit (Politikwissenschaft): “Weibliche Genitalverstümmelung – Problemlösungsansätze und ihre Realisierung in Österreich” (2009)

6. Februar 2009

Untersuchungsgegenstand ist die Arbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung (oder Female Genital Mutilation (FGM)) in Österreich. Bei dieser handelt es sich nicht um ein Problem, das man auf ferne Gesellschaften ab wälzen kann, denn auch in Österreich sind Fälle von weiblicher Genitalverstümmelung bekannt. Es betrifft (vor allem) Frauen und Mädchen aus Migrant/innen-Gruppen, die aus afrikanischen bzw. asiatischen Ländern stammen, wo diese Praxis in das kulturelle Geschehen traditionell eingebettet ist.

PDF