Archiv der Kategorie: Presseunterlagen

Online Pressegespräch: Weibliche Genitalverstümmelung – Die Krise in der Krise

5. Februar 2021

Weibliche Genitalverstümmelung gibt es seit über 5000 Jahren, die Vereinten Nationen wollen diese Praxis innerhalb einer Generation überwinden. Anlässlich des Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar rufen sie dazu auf diese Praxis bis 2030 weltweit zu beenden.

Die COVID-19 Pandemie ist in diesem Fall nur eine weitere Krise in der Krise.

Anders als beim EBOLA Ausbruch 2014-2016 in Westafrika, wo aufgrund von Isolations-Maßnahmen FGM rückläufig war, haben die aktuellen Eindämmungsmaßnahmen das Vorkommen von FGM nicht reduziert. Im Gegenteil, nach Schätzungen der UNFPA wird die COVID-19 Pandemie zu 2 Millionen mehr Fällen von FGM führen, die sonst verhindert worden wären. Es wird erwartet, dass ein Drittel des Fortschritts der bereits erzielt worden ist wieder verloren geht. Das Ziel der Vereinten Nationen FGM bis 2030 zu eliminierten (Sustainable Development Goal 5.3) ist damit wieder in weitere Ferne gerückt.

Aber wie steht es in Österreich um die Bekämpfung von Genitalverstümmelung?

Das European Institute for Gender Equality (EIGE) veröffentlichte am 4. Februar 2021 einen Länderbericht, in den Director Carlien Scheele Einblicke gewährt hat.

Fact Sheet Österreich – European Institute for Gender Equality (EIGE)

Pressemappe

Pressekonferenz “Prävention von FGM und e-Learning der Stadt Wien”

4. Februar 2020

Derzeit gibt es keine seriöse Daten zur Prävalenz von FGM in Österreich. Die einzige publizierte Zahl für Österreich stammt aus dem Jahr 2000. Die Afrikanische Frauenorganisation veröffentlichte den Bericht „A study of female genital mutilation in Austria: the use of female genital mutilation (FGM) on migrants in Austria“. Eine zeitgemäße repräsentative Statistik zu FGM in Österreich ist dringend notwendig, um präventiv gegen weibliche Genitalverstümmelung tätig werden zu können.

e-Learning „Weibliche Genitalverstümmelung“ für PädagogInnen

Das e-Learining ist ein elektronisches Fortbildungsprogramm für PädagogInnen (Elementar- und Pflichtschulbereich) zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung (FGM). Zielgruppe sind Personen, die mit Mädchen zwischen 0 und 15 Jahren arbeiten:  in Schule, Kindergarten, Hort und Freizeitbereich. Das e-Learning-Programm liefert folgende Informationen, die abschließend in einem Wissens-Check abgefragt werden.

Das e-Learning ist hier zu finden.

Hier geht es zu gesamten Presseunterlage.

Pressekonferenz: FGM unter medizinischer Aufsicht. Maßnahmen gegen FGM in Äthiopien.

4. Februar 2019

Um gesundheitliches Risiko zu minimieren, wird FGM vor allem in Ägypten, Nigeria und dem Sudan vermehrt unter medizinischer Aufsicht durchgeführt. FGM darf aber gar nicht praktiziert und muss als grobe Menschenrechtsverletzung verhindert und rechtlich verfolgt werden.

FGM unter medizinischer Aufsicht: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert „medicalization“ von FGM als „jeden Umstand, in dem FGM von einer Person aus dem Gesundheitsbereich durchgeführt wird, sei es in einer öffentlichen oder privaten Klinik, zu Hause oder sonst wo“. Die WHO versteht unter medicalization also das Durchführen von FGM unter medizinischer Aufsicht, sprich von ÄrztInnen, KrankenpflegerInnen oder GeburtshelferInnen.

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Pressekonferenz – FGM: globales Problem – Maßnahmen in Österreich

1. Februar 2018

FGM ist eine Menschenrechtsverletzung, von der Mädchen und Frauen weltweit betroffen sind. Mindestens 200 Millionen Mädchen und Frauen in 30 Ländern wurden dieser Praxis unterzogen. Mehr als die Hälfte von ihnen leben in nur drei Ländern: Indonesien, Ägypten und Äthiopien.  44 Millionen der Betroffenen sind Mädchen unter 15 Jahren.

Der erste GREVIO Bericht, der das Einhalten der Istanbul Konvention überprüft, fordert die österreichische Regierung auf, alle Formen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen bestmöglich zu vermeiden. Unter anderem enthält der GREVIO Bericht zahlreiche Empfehlungen zu FGM: So soll es mehr Mittel für spezialisierte Einrichtungen geben, Gesundheitspersonal und Exekutivbeamte sollen gezielte Weiterbildung erhalten, Daten über die Prävalenz von FGM in Österreich sollen erhoben werden und Opfer sollen im gesamten Bundesgebiet spezialisierte Unterstützung erhalten, nicht nur in Wien, wie es aktuell der Fall ist.

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Pressekonferenz “Österreichische Aktivitäten gegen FGM”

2. Februar 2017

Anlässlich des internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) am 6. Februar verlieh Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, dem Wunsch nach verstärktem Engagement von Seiten Österreichs gegen diese Praxis Ausdruck. „In zwei von vier afrikanischen Schwerpunktländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, konkret in Äthiopien und Burkina Faso, wird Genitalverstümmelung massiv praktiziert. Österreich darf nicht zusehen, sondern muss aktiv Energie und Gelder aufwenden, um seinen Anteil im Kampf gegen diese Praxis zu leisten“, erklärt Bayr und appelliert an die Austrian Development Agency (ADA), in dieser Frage stärker aktiv zu werden.

Hilde Wolf vom FEM Süd gab einen Überblick über die Arbeit der Frauengesundheitsorganisation zur Prävention und Behandlung von FGM.

Gesamte Presseunterlage 1702_pk_stopFGM_online